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Mietvertrag mit Kaufoption

Samstag, 23. Februar 2008

Wenn Häuser vermietet werden, die längere Zeit leer standen und somit in größerem Stil renovierungsbedürftig sind, bietet es sich an einen Mietvertrag mit Kaufoption aufzusetzen. So kann der Mieter den Wert, den er in die Renovierung und den eventuell angestrebten Umbau, später mit aufnehmen, zum Wert des Hauses vor der Mietung. Als Verkäufer kann man dem Mieter so mehr Freiheit in der Gestaltung einräumen, wenn es zum Beispiel um Wanddurchbrüche geht. In dem Objekt, von dem ich gerade rede, könnte man die Küchenwand durchbrechen und an den Wohn- und Essraum anschließen. So würde ein angenehmer Mittelraum entstehen und das ganze Erdgeschoss heller werden. Solche Maßnahmen macht man allerdings nicht, wenn nur für ein, zwei Jahre gemietet wird.

Manche Mieter allerdings können oder wollen sich nicht direkt für einen Kauf entscheiden, aus privaten oder beruflichen Gründen. Ein Mietvertrag mit Kaufoption ist somit für beide Seiten eine gute Lösung, auch wenn man den Einzelfall genau durchrechnen muss.

Mieter haben mehr Freiheit in der Gestaltung und müssen nicht auf eine Standartrenovierung des Besitzers zurückgreifen, verlieren aber nicht das Geld, dass sie in die eigene Gestaltung investieren. Der Besitzer wird entweder sein Haus los, oder aber bekommt es später mit einem Wertgewinn, oder wenigstens nicht mit einem Werverlust durch Mietnutzung, zurück.

Haus verkaufen oder vermieten?

Samstag, 9. Februar 2008

Wir stehen mit unserem Haus in Marburg-Michelbach gerade vor der Frage, ob wir es auch vermieten sollen. Eigentlich soll es verkauft werden und das schon seit einiger Zeit. Wir wohnen seit 10 Jahren nicht mehr darin, aber nach unserem Umzug haben wir schnell eine Mieterfamilie gefunden, die aber nach 3 Jahren selbst in Michelbach ein Haus gebaut haben. Das Haus hat eine Einlegerwohnung, die die ganze Zeit vermietet war. Jetzt wohne ich, der Sohn, seit 1,5 Jahren in dem Haus.

Sollte es vermietet werden, ziehe ich in die Einlegerwohnung, das ist kein Problem. Das Problem ist aber, dass es eben eigentlich verkauft werden soll, da es schwierig ist, sich um das Haus zu kümmern aus 250 Kilometern Entfernung. Eine erneute Vermietung würde nun den Verkauf wieder in die Länge ziehen, allerdings auch gute Mieteinnahmen mit sich bringen. Zudem kann man das Haus danach wieder”neu” auf den Markt werfen, denn jetzt ist es ein nicht zu unterschätzender Nachteil, dass es schon so lange unverkauft auf dem Markt angeboten wird.

Es sind durchaus einige Vorteile mit der Vermietung verbunden und ökonomisch wäre es wohl eine gute Entscheidung, aber andererseits ist es auch eine weitere Belastung, sich weiterhin mit einem Haus beschäftigen zu müssen, das man schon seit einiger Zeit loswerden will. Eine Immobilien-Zwickmühle also:)