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Haus in Marburg-Michelbach

Donnerstag, 26. Juni 2008

Wir haben jetzt unser Haus drei Monate versucht privat anzubieten, aber waren damit nicht besonders erfolgreich, weshalb wir uns jetzt dazu entschieden haben der Wiora Immobilien dieses Objekt zu übergeben. interessant war vor allem die Markteinschätzung der zwei Damen, die heute zur Hausbesichtigung und Vertragsbesprechung gekommen sind. Dass der Immobilienmarkt Zyklen durchmacht und in Marburg und Umgebung gerade in einem Tief steckt, war mir schon bekannt. Aber das dies vor allem an sogenannten Scheidungshäuser liegt, war mir neu.

Nach Scheidungen will häufig ein Teil der ehemaligen Partnerschaft Geld sehen, weil beide ja nicht in dem Haus weiter wohnen können. So müssen diese Häuser oft innerhalb kürzester Zeit verkauft werden, was natürlich auf den schlägt.

Unser Haus in Marburg-Michelbach muss nicht unbedingt verkauft werden, das Problem ist nur, dass wir zu diesen Scheidungs-Schleuderpreis- Häusern natürlich in Konkurrenz liegen und warum sollte jemand das Haus kaufen wollen, wenn er andere Immobilien billiger bekommt. Doch ich bin gespannt auf die Arbeit mit den neuen Maklerinnen.

Mietvertrag mit Kaufoption

Samstag, 23. Februar 2008

Wenn Häuser vermietet werden, die längere Zeit leer standen und somit in größerem Stil renovierungsbedürftig sind, bietet es sich an einen Mietvertrag mit Kaufoption aufzusetzen. So kann der Mieter den Wert, den er in die Renovierung und den eventuell angestrebten Umbau, später mit aufnehmen, zum Wert des Hauses vor der Mietung. Als Verkäufer kann man dem Mieter so mehr Freiheit in der Gestaltung einräumen, wenn es zum Beispiel um Wanddurchbrüche geht. In dem Objekt, von dem ich gerade rede, könnte man die Küchenwand durchbrechen und an den Wohn- und Essraum anschließen. So würde ein angenehmer Mittelraum entstehen und das ganze Erdgeschoss heller werden. Solche Maßnahmen macht man allerdings nicht, wenn nur für ein, zwei Jahre gemietet wird.

Manche Mieter allerdings können oder wollen sich nicht direkt für einen Kauf entscheiden, aus privaten oder beruflichen Gründen. Ein Mietvertrag mit Kaufoption ist somit für beide Seiten eine gute Lösung, auch wenn man den Einzelfall genau durchrechnen muss.

Mieter haben mehr Freiheit in der Gestaltung und müssen nicht auf eine Standartrenovierung des Besitzers zurückgreifen, verlieren aber nicht das Geld, dass sie in die eigene Gestaltung investieren. Der Besitzer wird entweder sein Haus los, oder aber bekommt es später mit einem Wertgewinn, oder wenigstens nicht mit einem Werverlust durch Mietnutzung, zurück.

Haus verkaufen oder vermieten?

Samstag, 9. Februar 2008

Wir stehen mit unserem Haus in Marburg-Michelbach gerade vor der Frage, ob wir es auch vermieten sollen. Eigentlich soll es verkauft werden und das schon seit einiger Zeit. Wir wohnen seit 10 Jahren nicht mehr darin, aber nach unserem Umzug haben wir schnell eine Mieterfamilie gefunden, die aber nach 3 Jahren selbst in Michelbach ein Haus gebaut haben. Das Haus hat eine Einlegerwohnung, die die ganze Zeit vermietet war. Jetzt wohne ich, der Sohn, seit 1,5 Jahren in dem Haus.

Sollte es vermietet werden, ziehe ich in die Einlegerwohnung, das ist kein Problem. Das Problem ist aber, dass es eben eigentlich verkauft werden soll, da es schwierig ist, sich um das Haus zu kümmern aus 250 Kilometern Entfernung. Eine erneute Vermietung würde nun den Verkauf wieder in die Länge ziehen, allerdings auch gute Mieteinnahmen mit sich bringen. Zudem kann man das Haus danach wieder”neu” auf den Markt werfen, denn jetzt ist es ein nicht zu unterschätzender Nachteil, dass es schon so lange unverkauft auf dem Markt angeboten wird.

Es sind durchaus einige Vorteile mit der Vermietung verbunden und ökonomisch wäre es wohl eine gute Entscheidung, aber andererseits ist es auch eine weitere Belastung, sich weiterhin mit einem Haus beschäftigen zu müssen, das man schon seit einiger Zeit loswerden will. Eine Immobilien-Zwickmühle also:)

Mehr Technik in Immobilien

Montag, 28. Januar 2008

In den Salzburger Nachrichten ist heute ein Artikel erschienen, der die technische Zukunft in der Immobilienbranche vorhersagt. Zum Vergleich wird das Auto angeführt, in dem auch alles automatisch gehe, warum also soll man noch manuelle Rollläden in neue Häuser einbauen. Das größte Problem sei allerdings noch die vielen Kabel überall und die Unmengen an Fernbedienungen, die man für allerlei technische Dinge im Haus bräuchte.

Die Zukunft des Bauens läge also darin, Technik schon direkt zu integrieren und Haus und Technik zu verschmelzen.

Das sehe ich ein wenig anders, so sicher auch solche Versuche kommen werden, bzw. schon realisiert werden. Viele Spielereien, wie ein Kühlschrank, der einkaufen kann übers Internet, oder der Mikrowelle, die gleichzeitig Bewegungsmelder und somit Alarmanlage ist. Das so was kein Mensch braucht, sei mal dahingestellt und wird sich über den Markt schon zeigen.

Meine Probleme mit solchen Lösungen und Ansätzen sind grundlegender: Wenn Technik ins Haus integriert wird, muss dabei auch darauf geachtet werden, dass die Technik leicht zu erneuern ist. Häuser baut man nicht nur für 20 Jahre, Computer aber sind nach 2 Jahren veraltet. Es muss also dem Durchschnittsbenuter möglich sein, die in der Immobilie integrierte Technik durch neuere zu ersetzen.

Zweitens muss auch auf die Gefahren des Elektrosmog eingegangen werden. Zu viele Drahtlose Netzwerke im Haus können ungemein schädlich für den Menschen sein. Habt ihr schon einmal neben eurem im Sleep-Modus befindlichen Laptop geschlafen? Dann werdet ihr wissen, wie unruhig man schläft und wie wenig erholsam der Schlaf ist.

Technik kann das Leben ungemein erleichtern, aber es gibt Lebensbereiche, da hat sie nichts verloren, da Gesundheitsrisiken nicht ausgeschlossen werden können, auch wenn die Auswirkung von Handy, Bluetooth und sonstigen elektrischen Strahlen noch nicht gründlich genug erforscht sind.

Das sollte alles Einzug finden in der Planung des Hauses der Zukunft. Blind auf Technik setzen, könnte einem früher oder später die Freude an der frisch erworbenen Immobilien verderben. Wer lebt schon gern ein einem haus, in dem er nicht geruhsam schlafen kann.

Grundstücke leichter zu verkaufen als Häuser

Donnerstag, 3. Januar 2008

Es ist eine alte Weisheit im Immobiliengeschäft, dass man unbebaute Grundstücke leichter verkaufen kann als bebaute. Hat man ein Haus, dass man nicht losbekommt, lohnt es sich durchaus darüber nachzudenken, es abzureißen, nach jahrelanger Unverkäuflichkeit. Denn ein Grundstück mit Baugenehmigung, das schon baufertig ist, wird man sicher recht schnell los. So denken einige und man kann es ihnen nicht verdenken.

Dennoch verliert man mit dem Abriss einiges an Wert. So ist ein Grundstück mit Haus vielleicht 200.000 Euro wert und das Grundstück alleine höchstens 100.000 Euro. Man verliert also 50% an Wert. Doch das alleine überzeugt nicht jeden. Besser 100.000 in der Hand, als 200.000 nicht los zu bekommen.

Doch auch das ist falsch, kann man doch davon ausgehen, dass das Grundstück mit Haus insgesamt an Wert gewinnt, wenn das Haus nicht vollkommen marode ist. Immobilien sind nicht umsonst eine langfristige Anlage und nichts für jemanden, der nur kurzfristig sein Vermögen vermehren will. Unverkäufliche Immobilien gibt es nicht. Preise sind zu hoch, oder das Objekt ist so speziell, dass erst noch der richtige Käufer gefunden werden muss. Das braucht Zeit, wird sich aber mit dem richtigen Sachverstand Gewinn bringen machen lassen.