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Sicherheit durch Immobilien

Donnerstag, 19. Februar 2009

In Zeiten der Krise setzt sich wieder die sichere Anlageform der Immobilie in den Köpfen fest, die dort schon lange verschwunden war. Jedenfalls in der breiten Masse der Köpfe. Mit Volksaktion und zweistelligen Versprechen der Branche war die Börse zum Spielplatz der Hobbyanleger geworden. Bausparverträge wurden zwar immer noch abgeschlossen und der Traum vom EIgenheim ist ein sehr deutscher, sodass selbst all die Versprechen die Deutschen davon nicht abhalten konnten, aber die Immobilie als Anlageobjekt war lange Zeit verschreiben. Und das gar nicht mal ohne gute Gründe.

Vermietete oder verpeachtete Immobilien sind immer lang angelegtes Geld. Wenig Spielraum und mit einer Rendite, die in guten Zeiten keinen unbedingt hinter dem Ofen hervorlockt. Zudem ist das deutsche Recht extrem Mieterfreundlich ausgelegt und die Nebenkostenabrechnung kann schon Mal zum Kreuzgang werden.

Aber die guten zeiten sind vorbei, die zweistelligen Versprechen auch. Die Immobilienkrise wird so (in Deutschland) zu einem Immobilienrun. Denn die fehlende Flexibiliät und Rendite macht die Immobilie mit Sicherheit wett und das eben auch mit Renditen, die momentan nicht mehr erreicht werden auf den Wertpapiermärkten.

Zudem sind die Leute verunsichert, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wieder einzusteigen, oder ob der Aktienmarkt noch viel Luft nach unten hat. Imnmobilienpreise schwanken auch, keine Frage, aber die Zyklen sind keine täglichen, sondern schwingen eher über Jahrzehnte.

Der Immobilienmarkt boomt und ich hoffe, man schaut ab und an über den Atlantik, damit nicht jetzt die Grundlage für eine weitere Immobilienkrise in dreißig Jahren gelegt wird. Denn eine Immobilie verspricht nur dann Sicherheit, wenn sie zu einem vernünftigen Preis gekauft wird, die Finanzierung selbst trägt und die Mietpreise sich auch jemand leisten kann.

Insiderhandel mit Hypo Real Estate Aktionen?

Montag, 16. Februar 2009

Die Hypo Real Estate Bank ist ja schon seit längerem im Fokus der Öffentlichkeit und das auch weniger mit guten Meldungen. Zu tief waren Sie in die Spekulation mit amerikanischen Immobilien verwickelt. Der Kurssturz der Hypo Real Estate Aktion scheint da nur logisch. Von ca. 15 Euro ist die Aktie auf unter vier Euro gefallen. Eigentlich keine große Sache, auch wenn damit sicherlich viele Leute viel Geld verloren haben. Aber so ist das eben mit Aktienspekulation.

Doch jetzt hat sich die Finanuaufsichtsbehörde Bafin eingeschaltet, da sie vor dem Kurssturz auffällige Transaktionen festgestellt hat und auch von der Hypo Real Estate informiert wurde.

Der Vorwurf ist klar: Insiderhandel. Einige Banken waren schon vor dem Kurssturz über die Lage der Hypo Real Estate informiert, da diese ihre Liqiditätsprobleme gemeinsam mit anderen Banken lösen wollte. Scheinbar haben dann einige Banken sowohl selbst ihre AKtion der Hypo Real Estate abgestoßen, als auch einigen ihrer Kunden dazu geraten. Doch diese eigentlich verständliche Praxis steht unter Strafe. informationen dürfen erst zum Handel an der Börse genutzt werden, wenn sie öffentlich und somit jedem zugänglich sind. Nutzt man diese Insiderinformationen drohen einem Gefängnis bis zu fünd Jahren oder eine Geldstrafe.

Die Bafin wollte noch nicht sagen, gegen welche Banken und Privatpersonen sich der Verdacht richtet. Es ist anzunehmen, dass durch diese Insiderinformationen der Kurs noch massiver beeinflusst wurde, als durch die daraufhin an die Öffentlichkeit gelangten Probleme der Bank.