Mehr Technik in Immobilien

In den Salzburger Nachrichten ist heute ein Artikel erschienen, der die technische Zukunft in der Immobilienbranche vorhersagt. Zum Vergleich wird das Auto angeführt, in dem auch alles automatisch gehe, warum also soll man noch manuelle Rollläden in neue Häuser einbauen. Das größte Problem sei allerdings noch die vielen Kabel überall und die Unmengen an Fernbedienungen, die man für allerlei technische Dinge im Haus bräuchte.

Die Zukunft des Bauens läge also darin, Technik schon direkt zu integrieren und Haus und Technik zu verschmelzen.

Das sehe ich ein wenig anders, so sicher auch solche Versuche kommen werden, bzw. schon realisiert werden. Viele Spielereien, wie ein Kühlschrank, der einkaufen kann übers Internet, oder der Mikrowelle, die gleichzeitig Bewegungsmelder und somit Alarmanlage ist. Das so was kein Mensch braucht, sei mal dahingestellt und wird sich über den Markt schon zeigen.

Meine Probleme mit solchen Lösungen und Ansätzen sind grundlegender: Wenn Technik ins Haus integriert wird, muss dabei auch darauf geachtet werden, dass die Technik leicht zu erneuern ist. Häuser baut man nicht nur für 20 Jahre, Computer aber sind nach 2 Jahren veraltet. Es muss also dem Durchschnittsbenuter möglich sein, die in der Immobilie integrierte Technik durch neuere zu ersetzen.

Zweitens muss auch auf die Gefahren des Elektrosmog eingegangen werden. Zu viele Drahtlose Netzwerke im Haus können ungemein schädlich für den Menschen sein. Habt ihr schon einmal neben eurem im Sleep-Modus befindlichen Laptop geschlafen? Dann werdet ihr wissen, wie unruhig man schläft und wie wenig erholsam der Schlaf ist.

Technik kann das Leben ungemein erleichtern, aber es gibt Lebensbereiche, da hat sie nichts verloren, da Gesundheitsrisiken nicht ausgeschlossen werden können, auch wenn die Auswirkung von Handy, Bluetooth und sonstigen elektrischen Strahlen noch nicht gründlich genug erforscht sind.

Das sollte alles Einzug finden in der Planung des Hauses der Zukunft. Blind auf Technik setzen, könnte einem früher oder später die Freude an der frisch erworbenen Immobilien verderben. Wer lebt schon gern ein einem haus, in dem er nicht geruhsam schlafen kann.

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